Formulieren Sie Kriterien so, dass jede Zeile eindeutig befüllt werden kann: Messbereiche, Mindestanforderungen, Toleranzen, Prüfmethode. Trennen Sie Muss‑Kriterien von Kür. Dokumentieren Sie Annahmen, damit später nachvollziehbar bleibt, warum ein Eintrag leer blieb oder eine Abwertung erfolgte. So entsteht belastbare Vergleichbarkeit statt Bauchgefühl und Bauchweh.
Gewichtung ist nützlich, doch gefährlich, wenn sie Wünsche zur Mathematik verklärt. Starten Sie mit moderaten Gewichten, testen Sie Sensitivität und decken Sie Bias auf, indem Sie Szenarien durchspielen. Visualisieren Sie, wie einzelne Kriterien Gesamturteile treiben. Halten Sie die Möglichkeit fest, Gewichtungen anzupassen, sobald neue Evidenz auftaucht oder Rahmenbedingungen sich ändern.
Bewertungen ohne Belege sind Meinungen im Tarnanzug. Verlinken Sie Datenblätter, unabhängige Tests, Gewährleistungszusagen, eigene Messprotokolle und Kundenservice‑Erfahrungen. Notieren Sie Datum und Quelle, markieren Sie Unsicherheiten sichtbar. So können andere Ihre Schlussfolgerungen prüfen, anreichern oder korrigieren, und das Raster bleibt lebendig statt dogmatisch.